Praktikum auf dem Karolinienhof

Jon vom Phorms Campus Berlin Mitte über sein Praktikum auf dem Karolinienhof
Autor: Jon Amann, 10. Klasse, Phorms Campus Berlin Mitte | Foto: privat | 2013/2

Ich habe zwei Wochen lang mein Betriebspraktikum auf dem Karolinenhof absolviert und bin sehr zufrieden mit der Wahl meines Praktikums. Das ist ein Hof in Brandenburg mit einer Ziegenkä­serei und einem Café. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dort zu ar­beiten. Ich wollte wissen, wie man Käse herstellt und kochen lernen. Ich war einige Zeit in der Käserei und einige Tage vor allem im Stall mit den Zicklein. An den beiden Wochenenden habe ich auch im Restaurant geholfen.

Am ersten Tag bekam ich eine kleine Einführung, wer was machen muss und wie der Tag abläuft. Die anderen Praktikanten und ich be­kamen das ganze Gelände gezeigt. Ab 11 Uhr ging es dann richtig los.

In den nächsten Tagen habe ich in der Käserei geholfen und habe viele Produkte selber gemacht, wie zum Beispiel Mangolassi und Karolinenhöfer Käse, Ricotta und Frischkäse. Am wenigsten hat mir das Abwaschen gefallen.

An einem Tag waren wir den ganzen Morgen über im Stall. Wir haben die Tiere gefüttert und gemolken. Mittags mussten wir in der Restaurantküche aushelfen. Dort haben wir Gemü­se geschnitten und Salat gewaschen. Ge­gen Abend waren wir dann zum Melken und Füttern wieder zurück im Stall.

Jederzeit wieder

In den folgenden Tagen haben wir den Stall ausgemistet. Gela, unsere Chefin ist mit dem Traktor in den Stall gefahren und hat mit dem Hoflader den Mist auf den Kompost gebracht. Wir haben an den Rändern, wo der Hochlader nicht hin­kam, mit den Schippen und Mistgabeln alles gründlich sauber gemacht und alle Res­te beseitigt. Und einmal haben wir ganz al­leine auch die kleinen Ziegen zu den großen Ziegen auf die Weide gebracht. Die Landschaft war toll. Man hat keine Autos gehört, nur Vögel und am Abend haben wir immer den schönen Sonnen­untergang angeschaut. Es hat mich sehr bereichert, weil ich überall mitmachen durfte und alles ausprobieren konnte. Nie­mand war sauer, wenn ich etwas falsch gemacht habe. Am Anfang hatte ich große Sorge, weil ich ja von nichts eine Ahnung hatte. Und auch, weil ich auf dem Zie­genhof vierzehn Tage übernachten mus­ste und die anderen Praktikanten, die auch dort waren, nicht kannte. Aber ich muss sagen, dass alles gut gelaufen ist. Ich fand es auch schön, dass wir zum Abschluss eine kleine Party ge­feiert haben.

Mir hat das Praktikum so gut ge­fallen, dass ich Gela, meine Chefin gefragt habe, ob ich irgendwann noch einmal dort jobben darf und sie hat ja gesagt. Das werde ich tun. Leider hat das Praktikum nur zwei Wochen gedauert. In dieser kurzen Zeit kann man gar nicht alles er­forschen oder alle kennenlernen. Ich nehme aus diesem Praktikum viel mit. Ich habe eine Menge dar­über gelernt, wie man mit Men­schen umgeht. Ich habe auch ge­merkt, dass man auch Beziehungen zu Tieren – in unserem Fall Ziegen – aufbauen kann. Und natürlich, dass man immer pünktlich und höflich sein muss. Wenn die Chefin sagt, dass etwas erledigt werden muss, dann musste es getan wer­den, egal ob man Lust hatte oder nicht. Das Praktikum war auf je­den Fall eine gute Gelegenheit, ei­nen Eindruck vom Berufsleben zu bekommen.

Das Beste war, dass ich einmal mit dem Traktor mitfahren durfte. Der Abschied von den Ziegen viel mir sehr schwer, weil ich sie ja alle versorgt und so viel Zeit mit ihnen verbracht habe. Sie sind mir ein­fach ans Herz gewachsen und am liebsten hätte ich eine kleine Ziege mitgenommen. Aber das ging natürlich leider nicht.

Ich habe sehr viel gelernt und würde gerne dort noch einmal arbeiten, weil es mir einfach total entspricht. Ich hätte nie erwartet, dass es mir nichts ausmacht, so viele Stunden am Tag hart zu arbeiten. Von morgens um sechs Uhr bis abends um acht waren wir auf den Beinen. Ich würde es jederzeit wieder machen.

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Autor: Max Klinke, 9. Klasse, Phorms Taunus Campus | Foto: M. Rockstroh-Kruft/Cargo Human Care