Die Flucht

Paula vom Phorms Campus München über den Alltag von Flüchtlingen
Autor: Paula, 9. Klasse, Phorms Campus München | Foto: Pixabay | 2016/1

Ich sitze in diesem schäbigen Zug, 
die Gedanken kommen wie im Flug. 
Der Geruch des Todes, überall Blut,
den Menschen hier geht es gar nicht gut. 
Ich bin nur einer von so vielen,
die die Heimat verlassen, um zu fliehen. 
Helft uns, versetzt euch in unsere Lage, 
fühlt mit uns und zeigt Courage! 
Ich weiß nicht weiter, wo lang jetzt? 
bin auf der Flucht, von Angst gehetzt.
Fühl mich so hilflos ohne Schutz, ohne Plan,
die Ungewissheit wirft mich aus der Bahn. 
Ich bin so alleine niemand sorgt sich um mich,
diese grausame Welt, sie lässt mich im Stich.
Wo werde ich landen? Wie wird es sein? 
Ohne Freund und Familie, ganz allein. 
Meine Heimat liegt nun hinter mir, 
Narben und Furcht sind mein Souvenir. 
Wird mein Schicksal gnädig sein, 
verständnisvoll, oder gar gemein? 
Jenseits des Lebens in Angst und Schrecken,
brenne ich darauf, Neues zu entdecken. 
Ein Leben ohne Furcht und Bombenblitzlicht, 
das ist eine Welt, die kenne ich nicht. 
Sie ist so friedlich und so schön, 
doch ich habe Angst, darin verloren zu gehen. 
Mein Weg nicht klar, noch halb verborgen,
ich versuche es nicht, doch ich mache mir Sorgen. 
Öffnet die Augen, nicht nur zum Schein, 
und ihr werdet sehen, 
es ist schwer, ein Flüchtling zu sein.

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